AKTENZEICHEN NR. IJM-0013
KLASSIFIKATION: HISTORISCHES ARCHIV
Wolfgang Amadeus Mozart
Mozart
Komponist

ABSCHNITT I -- PERSONENPROFIL
| Name | Wolfgang Amadeus Mozart |
|---|---|
| Englisch | Mozart |
| Nationalitat | Österreich |
| Lebensdaten | 1756–1791 |
| Geschlecht | Männlich |
| Jahrhundert | 16.–18. Jh. |
| Fachgebiet | Musik |
| Titel | Komponist |
ABSCHNITT II -- UBERBLICK
Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart wurde am 27.Januar 1756 in Salzburg als siebtes und letztes Kind von Leopold und Anna Maria Mozart geboren; nur er und seine vier Jahre ältere Schwester Maria Anna, genannt «Nannerl», überlebten das Säuglingsalter.
Sein Vater war Hofmusiker des Fürsterzbischofs und Autor einer damals berühmten Violinschule.Das Wunder an diesem Kind zeigte sich früh: Mit drei Jahren lauschte Wolfgang dem Klavierunterricht seiner Schwester, mit vier spielte er fehlerfrei kleine Stücke, mit fünf komponierte er sein erstes Menuett, und mit sechs schrieb er Stücke in Notenheften, die sein Vater liebevoll datierte.
Der erste Wendepunkt kam 1762, als Leopold mit den beiden Wunderkindern zu Reisen an die europäischen Höfe aufbrach.In München und Wien spielte der Sechsjährige vor der Kaiserin Maria Theresia, saß auf ihrem Schoß, küsste sie, versprach der kleinen Marie Antoinette scherzhaft die Ehe.
Die «Große Reise» von 1763 bis 1766 führte die Familie durch 88 Städte Europas: Paris, London, Den Haag, Genf.Wolfgang spielte vor dem französischen König, vor Georg III.und vor Bach-Söhnen.
In London schrieb der Achtjährige seine erste Sinfonie.Mit vierzehn komponierte er in Mailand seine erste ernste Oper, «Mitridate, re di Ponto», die 1770 mit großem Erfolg uraufgeführt wurde.
Zurück in Salzburg wurde er mit siebzehn Konzertmeister der Hofkapelle, fühlte sich aber unter dem neuen Fürsterzbischof Hieronymus Colloredo zunehmend eingeengt – als Musiker galt er als Bedienstete, musste mit Lakaien bei Tisch sitzen.1777 reiste er mit seiner Mutter nach Mannheim und Paris, um eine bessere Anstellung zu finden; die Reise wurde zum Desaster: keine Stelle, eine unglückliche Liebe zu Aloysia Weber, und im Juli 1778 starb seine Mutter in Paris.
Der 22-Jährige kehrte niedergeschlagen nach Salzburg zurück.Der zweite Wendepunkt war der Bruch mit Salzburg 1781.In Wien, während eines Aufenthalts im Gefolge des Erzbischofs, eskalierte der Streit; Mozart wurde nach eigener Schilderung «mit einem Tritt in den Hintern» des Kammerherrn Arco aus dem Dienst entlassen.
Er entschied sich für die Unsicherheit des freien Künstlerlebens in der Musikhauptstadt Wien – ein für einen Komponisten seiner Zeit kühner, fast unerhörter Schritt.1782 heiratete er gegen den Willen seines Vaters Constanze Weber, die jüngere Schwester seiner alten Liebe.
In Wien erlebte er Höhepunkte: die «Entführung aus dem Serail» (1782), die sechs Haydn gewidmeten Streichquartette, die Klavierkonzerte.Er verdiente gut, lebte luxuriös – und verschuldete sich.
In der Zusammenarbeit mit dem Librettisten Lorenzo da Ponte entstand 1786 «Die Hochzeit des Figaro», 1787 «Don Giovanni» in Prag, 1790 «Così fan tutte» – Opern von beispielloser psychologischer Tiefe, die das Genre von aristokratischer Unterhaltung in tiefgründiges menschliches Drama verwandelten.Doch Mozart verarmte zunehmend.
1791 war sein letztes Jahr gleichzeitig eines seiner produktivsten: «Die Zauberflöte», seine Freimaurer-Oper für Schikaneders Volkstheater, war ein Triumph; parallel komponierte er «La clemenza di Tito» für die Krönung Leopolds II.in Prag und arbeitete an dem geheimnisumwitterten Requiem, bestellt von einem anonymen Boten.
Am 5.Dezember 1791 starb Mozart in Wien, erst 35 Jahre alt, vermutlich an einer Streptokokken-Infektion.Er wurde in einem einfachen Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof St.
Marx beigesetzt, dessen genaue Lage heute nicht mehr bekannt ist – nicht aus Armut, sondern aufgrund der damaligen josephinischen Bestattungsvorschriften.Sein Witwe Constanze sicherte sein Werk durch Veröffentlichungen.
In nur 35 Jahren hatte er über 600 Werke geschaffen: 41 Sinfonien, 27 Klavierkonzerte, 22 Opern, Kammermusik, Messen.Seine Musik setzte den Maßstab für die klassische Komposition und bleibt eine der meistgespielten im Repertoire weltweit – Inbegriff des unerklärlichen Genies.
ABSCHNITT III -- CHRONOLOGIE
ABSCHNITT IV -- BEMERKENSWERTE AUSSAGEN
“Die Musik steckt nicht in den Noten, sondern in der Stille dazwischen.”
ABSCHNITT V -- FELDNOTIZEN
[A]Genie von der Wiege an
Mozart komponierte sein erstes Stück mit 5 Jahren und konnte ein ganzes Werk nach einmaligem Hören wiedergeben. Sein Vater nahm ihn als Kind auf Tournee durch Europa, wo er Könige und Höfe mit seinem übernatürlichen Talent in Staunen versetzte.
ABSCHNITT VI -- VERMACHTNIS UND WIRKUNG
Mozarts Musik setzte den Maßstab für die klassische Komposition mit ihrer perfekten Balance aus Form, Melodie und emotionaler Tiefe. Seine Opern verwandelten das Genre von aristokratischer Unterhaltung in tiefgründiges menschliches Drama, und sein Einfluss auf nachfolgende Komponisten von Beethoven bis Tschaikowski ist unermesslich. Seine Werke bleiben die meistgespielten im klassischen Repertoire weltweit.
ABSCHNITT VII -- HAUPTWERKE
- [01]Die Hochzeit des Figaro (1786)
- [02]Don Giovanni (1787)
- [03]Die Zauberflöte (1791)
- [04]Requiem in d-Moll, KV 626 (1791, unvollendet)
- [05]Sinfonie Nr. 41 'Jupiter' (1788)
