AKTENZEICHEN NR. IJM-0001
KLASSIFIKATION: HISTORISCHES ARCHIV
Leonardo da Vinci
Leonardo da Vinci
Maler, Erfinder, Wissenschaftler

ABSCHNITT I -- PERSONENPROFIL
| Name | Leonardo da Vinci |
|---|---|
| Englisch | Leonardo da Vinci |
| Nationalitat | Italien |
| Lebensdaten | 1452–1519 |
| Geschlecht | Männlich |
| Jahrhundert | 16.–18. Jh. |
| Fachgebiet | Kunst |
| Titel | Maler, Erfinder, Wissenschaftler |
ABSCHNITT II -- UBERBLICK
Leonardo da Vinci wurde 1452 als unehelicher Sohn eines Notars und einer Bauerntochter im kleinen toskanischen Dorf Vinci geboren.Fern von den akademischen Schulen, die den ehelichen Söhnen des Adels vorbehalten waren, wuchs der Junge mit genauem Blick auf die Natur auf: die Flügelschläge der Vögel, die Wirbel eines Flusses, das Licht zwischen den Olivenbäumen.
Diese frühe Freiheit vom Lateinunterricht sollte seine Fähigkeit prägen, mit eigenen Augen zu sehen, statt die Autorität der Bücher zu wiederholen.Der erste Wendepunkt kam 1466, als sein Vater den vierzehnjährigen Leonardo in die Florentiner Werkstatt des Bildhauers Andrea del Verrocchio brachte.
Dort lernte er nicht nur das Malen, sondern auch Metallurgie, Mechanik, Anatomie und Ingenieurskunst – die Werkstatt war ein Labor der Renaissance.Die Legende berichtet, dass Verrocchio den Pinsel niederlegte, als er den Engel sah, den sein junger Schüler zu seiner Taufe Christi beigesteuert hatte.
Als unabhängiger Meister bot Leonardo 1482 seine Dienste Ludovico Sforza in Mailand an, weniger als Maler denn als Militäringenieur und Festungsbauer.Fast zwei Jahrzehnte lang entwarf er dort Kriegsmaschinen, plante Kanäle, sezierte Leichen für seine anatomischen Studien und malte zwischen 1495 und 1498 Das letzte Abendmahl an die Wand des Refektoriums von Santa Maria delle Grazie – eine Komposition, die den Moment des menschlichen Verrats in psychologische Bewegung verwandelte.
Der zweite Wendepunkt war der Fall Mailands an die Franzosen 1499.Leonardo kehrte nach Florenz zurück, wo er um 1503 begann, das Porträt einer Kaufmannsfrau zu malen, das er sein Leben lang mit sich führen würde: die Mona Lisa.
Die berühmte «Sfumato»-Technik, bei der Farben wie Rauch ineinanderfließen, löste die harten Konturen der Malerei auf und ließ Gesichter atmen.Zugleich füllte er Tausende von Manuskriptseiten in seiner charakteristischen Spiegelschrift mit Studien zu Vogelflug, Embryologie und Wasserströmungen.
In späteren Jahren diente Leonardo Cesare Borgia als Militärberater und entwarf 1490 einen Menschen in vollkommener Proportion – den Vitruvianischen Menschen – als grafische Zusammenfassung seiner Überzeugung, dass Kunst und Wissenschaft ein und dieselbe Untersuchung seien.Sein wissenschaftliches Notizbuch, der Codex Leicester, dokumentierte Überlegungen zu Geologie und Astronomie, die ihrer Zeit Jahrhunderte voraus waren, darunter der Entwurf einer Flugmaschine von etwa 1488.
1516 folgte er der Einladung des französischen Königs Franz I.ins Schloss Clos Lucé bei Amboise, wo der alternde Meister als «Erster Maler, Ingenieur und Architekt des Königs» mit jährlicher Pension lebte.
Er starb dort 1519 mit 67 Jahren, angeblich in den Armen des Königs.Leonardos Verschmelzung von Beobachtung und Forschung legte das Fundament für das Renaissance-Ideal des Universalmenschen; seine anatomischen Zeichnungen brachten das medizinische Wissen um Jahrhunderte voran, und die Mona Lisa bleibt das bekannteste Gemälde der Welt – Inbegriff einer Neugier, die keine Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft kannte.
ABSCHNITT III -- CHRONOLOGIE
ABSCHNITT IV -- BEMERKENSWERTE AUSSAGEN
“Wer aufhört zu lernen, ist alt, ob mit zwanzig oder achtzig.”
“Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung.”
ABSCHNITT V -- FELDNOTIZEN
[A]Spiegelschrift mit der linken Hand
Da Vincis Manuskripte sind berühmt dafür, von rechts nach links in Spiegelschrift verfasst zu sein. Als Linkshänder soll er dies getan haben, um Tintenflecke zu vermeiden, obwohl es auch der Geheimhaltung seiner Notizen gedient haben könnte.
[B]Ein vegetarisches Genie
Aus tiefem Mitgefühl für Tiere verzichtete er auf Fleisch und kaufte bekanntermaßen Käfigvögel auf dem Markt, nur um sie freizulassen – eine für seine Zeit äußerst ungewöhnliche Haltung.
ABSCHNITT VI -- VERMACHTNIS UND WIRKUNG
Da Vincis Verschmelzung von Kunst und Wissenschaft legte das Fundament für das Renaissance-Ideal des Universalmenschen. Seine anatomischen Zeichnungen brachten das medizinische Wissen um Jahrhunderte voran, und die Mona Lisa bleibt das bekannteste Gemälde der Welt.
ABSCHNITT VII -- HAUPTWERKE
- [01]Mona Lisa (ca. 1503-1519)
- [02]Das letzte Abendmahl (1495-1498)
- [03]Der vitruvianische Mensch (ca. 1490)
- [04]Codex Leicester (wissenschaftliches Notizbuch)
- [05]Entwurf einer Flugmaschine (ca. 1488)



