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AKTENZEICHEN NR. IJM-0002

KLASSIFIKATION: HISTORISCHES ARCHIV

Albert Einstein

Albert Einstein

Theoretischer Physiker

Albert Einstein

ABSCHNITT I -- PERSONENPROFIL

NameAlbert Einstein
EnglischAlbert Einstein
NationalitatDeutschland
Lebensdaten1879–1955
GeschlechtMännlich
Jahrhundert20. Jh.
FachgebietWissenschaft
TitelTheoretischer Physiker

ABSCHNITT II -- UBERBLICK

Albert Einstein wurde 1879 in Ulm in eine säkulare jüdische Familie geboren und wuchs in München auf, wo sein Vater eine kleine Elektrotechnikfabrik führte.Der Junge sprach ungewöhnlich spät, las aber mit fünf Jahren bereits alleine und erhielt von seinem Onkel einen Magnetkompass, dessen unsichtbare Kraft ihn so faszinierte, dass er später sagte, dieses Kindheitserlebnis habe ihn erstmals spüren lassen, dass hinter den Dingen «etwas tief Verborgenes» steckt.

In der Schule galt er als träumerisch und eigensinnig, brillierte aber in Mathematik und Physik.Der erste Wendepunkt kam 1896, als er sich an der Eidgenössischen Polytechnischen Schule in Zürich (ETH) einschrieb.

Nach seinem Abschluss fand er jedoch keine akademische Stelle und landete 1902 als technischer Experte dritter Klasse im Berner Patentamt.Gerade diese Abgeschiedenheit vom universitären Betrieb erwies sich als Glück: In seiner Freizeit dachte der junge Beamte über Licht, Zeit und Raum nach.

1905, in seinem «annus mirabilis», veröffentlichte er vier Arbeiten, die die Physik revolutionierten: zum photoelektrischen Effekt, zur Brownschen Bewegung, zur speziellen Relativitätstheorie und zur Masse-Energie-Äquivalenz E=mc2.Die akademische Welt erkannte sein Genie spät, aber dann rasch.

Über Stationen in Bern, Zürich und Prag wurde Einstein 1914 Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik in Berlin.Dort vollendete er 1915 nach jahrelanger mathematischer Arbeit die allgemeine Relativitätstheorie, die die Schwerkraft nicht mehr als Kraft, sondern als Krümmung der Raumzeit beschrieb – eine Idee, bei der Masse den Raum verbiegt wie eine Kugel auf einer gespannten Decke.

Der zweite Wendepunkt war die bestätigende Sonnenfinsternis-Expedition von 1919: Der britische Astronom Arthur Eddington maß die Ablenkung des Sternenlichts am Sonnenrand und bestätigte damit Einsteins Vorhersagen.Über Nacht wurde der stille Theoretiker zur weltweiten Berühmtheit.

1921 erhielt er den Nobelpreis für Physik – interessanterweise nicht für die Relativitätstheorie, die noch als zu umstritten galt, sondern für die Erklärung des photoelektrischen Effekts, die zur Grundlage der Quantentheorie wurde.In den späteren Jahren wandelte sich Einsteins Leben durch die politische Katastrophe.

Als er 1933 von einer Vortragsreise in die USA aus Deutschland hörte, dass die Nazis die Macht übernommen und sein Haus durchsucht hatten, kehrte er nicht mehr zurück.Er fand Zuflucht am Institute for Advanced Study in Princeton, wo er an einer vergeblich gesuchten einheitlichen Feldtheorie arbeitete.

Trotz seines Pazifismus unterzeichnete er 1939 den berühmten Brief an Präsident Roosevelt, der das Manhattan-Projekt anstieß, was er nach Hiroshima zutiefst bereute und zu einem entschiedenen Kämpfer gegen Atomwaffen und für eine Weltregierung machte.Einstein starb 1955 in Princeton im Alter von 76 Jahren an einem Aneurysma.

Seine Theorien veränderten unser Verständnis von Raum, Zeit und Energie grundlegend; die Gleichung E=mc2 wurde zur Grundlage der Kernphysik, und seine Arbeit untermauert bis heute Technologien von GPS bis zur Detektion von Gravitationswellen.Der Mann mit dem Wuschelhaar und der ausgestreckten Zunge bleibt weltweit das Symbol des Genies – einer, für den Fantasie wichtiger war als Wissen und das Fragen wichtiger als die Antwort.

ABSCHNITT III -- CHRONOLOGIE

1879Geboren in Ulm, Deutschland
1896Immatrikulation an der ETH Zürich
1905Wunderjahr: Veröffentlichung von vier bahnbrechenden Arbeiten, darunter die spezielle Relativitätstheorie
1915Vollendung der allgemeinen Relativitätstheorie
1921Verleihung des Nobelpreises für Physik
1933Flucht aus Nazi-Deutschland, Aufnahme am IAS in Princeton
1955Stirbt in Princeton (76 Jahre)

ABSCHNITT IV -- BEMERKENSWERTE AUSSAGEN

Fantasie ist wichtiger als Wissen.

Das Wichtigste ist, nicht aufzuhören zu fragen.

ABSCHNITT V -- FELDNOTIZEN

[A]Der Mythos vom schlechten Schüler

Die Geschichte, dass Einstein in Mathematik durchfiel, ist falsch. Er erzielte tatsächlich Bestnoten in Mathematik und Physik. Seine mittelmäßigen Noten in Französisch und Zoologie gaben jedoch Anlass zu dieser Legende.

ABSCHNITT VI -- VERMACHTNIS UND WIRKUNG

Einsteins Relativitätstheorien haben unser Verständnis von Raum, Zeit und Energie grundlegend verändert. Seine Gleichung E=mc2 wurde zur Grundlage der Kernphysik, und seine Arbeit untermauert weiterhin moderne Technologien von GPS bis zur Detektion von Gravitationswellen.

ABSCHNITT VII -- HAUPTWERKE

  • [01]Spezielle Relativitätstheorie (1905)
  • [02]Allgemeine Relativitätstheorie (1915)
  • [03]Photoelektrischer Effekt (Nobelpreis 1921)
  • [04]Masse-Energie-Äquivalenz E=mc2
  • [05]Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon (1935)

ABSCHNITT VIII -- REFERENZMATERIALIEN

ENDE DER AKTE -- IJM-0002SEITE 1 VON 1